Wer einen Angehörigen zu Hause pflegt weiß ganz genau, wie anstrengend es ist, auch nachts ständig verfügbar sein zu müssen. Daher bieten ambulante Pflegedienste für Pflegebedürftige, die zu Hause versorgt werden, auch eine sogenannte Nachtpflege an, wenn es erforderlich ist: So wird die Grund- und Krankenpflege auch nachts fortgesetzt.

 

Erholung für pflegende Angehörige durch Nachtpflege

Wer einen Angehörigen zu Hause pflegt weiß ganz genau, wie anstrengend es ist, auch nachts ständig verfügbar sein zu müssen. Daher bieten ambulante Pflegedienste für Pflegebedürftige, die zu Hause versorgt werden, auch eine sogenannte Nachtpflege an, wenn es erforderlich ist: So wird die Grund- und Krankenpflege auch nachts fortgesetzt. Die Nachtpflege beinhaltet dieselben Leistungen wie die Tagespflege – lediglich die Betreuungszeiten sind anders.

Ganz besonders notwendig ist die Nachtpflege häufig für pflegende Angehörige von Demenzkranken. Je nach Fortschritt der Krankheit muss der Angehörige immer mehr beaufsichtigt, versorgt und betreut werden – teilweise auch komplett lückenlos. Denn bei Demenzkranken besteht das Risiko, dass sie weglaufen oder sich selbst in Gefahr bringen. Es kann ebenfalls passieren, dass sie auch andere Menschen in gefährliche Situationen führen, da sie ihr eigenes Tun vergessen oder nicht mehr einschätzen können, was für Folgen entstehen können.

Kein pflegender Angehöriger kann es also leisten, sich 24 Stunden am Tag um einen Demenzkranken zu kümmern und dabei selbst gesund zu bleiben. Dauerhafter Mangel an Schlaf führt zu Erschöpfung und macht krank. Daher ist die Nachtpflege eine gute Lösung für Angehörige, um sich selbst auch einmal eine Ruhepause zu verschaffen und neue Kraft tanken zu können.

Bei der Nachtpflege gibt es zwei unterschiedliche Möglichkeiten:

  • Mitarbeiter eines ambulanten Pflegedienstes übernehmen in der Nacht stundenweise die Aufgaben der pflegenden Angehörigen und betreuen und versorgen den Patienten zu Haus
  • Patienten können auch über Nacht in einer stationären Einrichtung untergebracht werden, die sich zum Beispiel auf Demenzkranke und deren spezielle Bedürfnisse eingestellt haben.

Folgende Kosten kommen für eine Nachtpflege auf Sie zu: Die Kosten für eine Unterbringung in einem Pflegeheim (teilstationär) und die dortige Verpflegung muss der Pflegebedürftige selbst tragen – oder seine Angehörigen. In diesem Zusammenhang wird zum Teil auch ein Fahrdienst angeboten: Auch dieser wird mit einer Pauschale oder den wirklich angefallenen Kilometern von der Einrichtung berechnet. Hinzu kommen anteilige Investitionskosten der Nachtpflege-Einrichtung für Anschaffung und Instandhaltung der Räumlichkeiten und Einrichtungsgegenstände.

Die Kosten für die Leistungen der Krankenpflege oder die grundpflegerische Versorgung werden je nach individuellem Pflegebedarf berechnet. Pflegebedürftige, die Leistungen aus einer der fünf Pflegegrade bezieht, kann die Kosten über seine zuständige Kranken- oder Pflegekasse abrechnen.